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Alianzo: Blogcharts aus Spanien

veröffentlicht in Allgemein,Wettbewerb von Matthias am 28. Mrz. 2008

alianzo logoHätte ich nicht auf dem Fischmarkt diesen Artikel zur Next Web Conference in Amsterdam gelesen und wäre ich nicht auf deren Seite den Links zu den präsentierenden Startups gefolgt, hätte ich kaum Twingly (eine Blogsuchmaschine aus Schweden) entdeckt und den Artikel dazu auf Techcrunch gefunden.

Dort wird in den Kommentaren Blogdimension (auch eine neue Blogsuchmaschine, aber aus Frankreich) erwähnt, das in seinem Blog wiederum über eine Allianz mit Alianzo schreibt. Und Alianzo ist so etwas wie das spanische blogoscoop?

Nun, es kommt blogoscoop schon ziemlich nahe, wenn auch nicht ganz (zum Glück!): Es gibt ein Verzeichnis mit inzwischen über 15.000 Blogs (aus aller Welt), eine Community und natürlich auch Blogcharts: Die deutschen sehen so aus und werden vom Bildblog angeführt (Robert Basic erst an zweiter Stelle). Die Charts errechnen sich nach einer eigenen Formel, in die diverse Faktoren einfließen (Technorati-Links, Alexa-Traffic…).

Es gibt sogar so etwas wie ein Ranking nach Tags. Allerdings ist dabei etwas störend, dass man nicht näher eingrenzen und sich nur Blogs einer Sprache (oder eines Landes) anzeigen lassen kann. Ein wesentlicher Unterschied zu blogoscoop liegt wohl auch darin, dass Alianzo von sich aus Blogs aufnimmt, kategorisiert und mit Tags versieht (man kann aber auch sein Blog vorschlagen). Auf blogoscoop dagegen registrieren sich die Blogger selbst und nehmen auch das Tagging strikt selbst vor. Zudem verzichtet blogoscoop auf Kategorien, weil wir die Tags für ausreichend halten.

Wie ist Alianzo einzuschätzen?

Aus deutscher Sicht scheinen 15.000 Blogs in einem Verzeichnis viel zu sein, sind es aber im internationalen Vergleich nicht: Das britische Verzeichnis Blogged.com beispielsweise arbeitet vom Start weg (Februar 2008) mit gut 200.000 Blogs (voreingestellt, also ähnlich wie auf Alianzo). Für Alianzo spricht allerdings wieder, dass die Community annähernd gleich groß ist wie die Zahl der gelisteten Blogs. In Spanien ist der Dienst also recht populär.

Frappierend in diesem Zusammenhang ist eher, dass Alianzo in Deutschland praktisch unbekannt ist. Wir wissen hier so gut wie nichts über erfolgreiche Networks oder Startups in Italien, Frankreich oder Spanien. Gut immerhin, dass man über den Fischmarkt auf Konferenzen in Amsterdam kommt, wo sich schwedische Startups präsentieren, die in Frankreich einen Konkurrenten haben, der sich mit den Spaniern verbündet. So erfahren wir, wo es so etwas wie Wettbewerber für blogoscoop gibt…

 

Über Tempo, Technik und Tücken im Detail

veröffentlicht in Entwicklung von Matthias am 26. Mrz. 2008

Über Ostern haben wir versucht, blogoscoop schneller zu machen. Sichtbar nach außen wird das an der leicht geänderten Anmeldung zur Alpha-Testphase. Der Trick dabei: Mit jeder Registrierung werden die Daten jetzt sofort in die Datenbank auf blogoscoop übernommen. Wir müssen dann nur noch einen prüfenden Blick darauf werfen und dann die Freigabe auslösen. Es sollte also ab jetzt für die Interessenten einfacher und schneller gehen.

An anderer Stelle sind wir zwar auch schneller geworden, nämlich beim Laden der Seiten (insbesondere bei den Rankings). Allerdings spielt da das Caching noch nicht ganz richtig mit. Stefan hat uns darauf aufmerksam gemacht.

Und noch etwas: blogoscoop kann ab jetzt auch E-Mails verschicken. Unsere Alpha-Tester bekommen deshalb demnächst probehalber Post von uns. Da wir aber wissen, dass ungebetene Mails gerne als Spam angesehen werden, packen wir da eine erfreuliche Botschaft hinein. Was genau, wird hier natürlich noch nicht verraten…

 

Wartezeiten wie früher bei Mercedes…

veröffentlicht in Allgemein,Features von Matthias am 18. Mrz. 2008

…gibt es gerade für die Interessenten an unserer Alpha-Phase. Wir bitten um Nachsicht und Entschuldigung. Seitdem wir auf der Website von blogoscoop ein Formular eingestellt haben, melden sich jeden Tag bis zu 10 Blogger! Das freut uns natürlich, führt aber zwischendurch auch mal zu längeren Wartezeiten, weil wir diese Benutzer zusammen mit anderen Testern noch manuell prüfen und eintragen.

Ganz besonders freuen wir uns über die ersten Blogger aus der Schweiz und aus Österreich: Bruno aus Bern und Luca aus Wien waren die ersten, die ihr “Fähnchen” auf unserer Google-Map gehisst haben. Danke auch an dieser Stelle an alle, die uns mit konstruktiver Kritik begleiten oder uns auf Fehler hinweisen. Marcus hat ein kleines Banner in Gestalt unseres Logos vorgeschlagen, das wir gerne aufgenommen haben (jetzt unter “Tools” zu finden), während Denis uns auf ein Fehlen des weißen Hintergrundes aufmerksam machte.

Mit dem letzten Update haben wir ein paar Probleme bei der Tag Cloud und den Rankings beseitigt sowie neue Rankings eingeführt. Das Speichern von Blogs ist auf vielfache Anregung vereinfacht worden und vor allem können Benutzer jetzt angelegte Blogs auch wieder mit allen zugehörigen Daten löschen! Nebenbei haben wir das Aussehen weiter auf Lesbarkeit optimiert und ein paar Texte überarbeitet.

 

Tags und Tagging – die hohe Kunst im Web 2.0

veröffentlicht in Allgemein,blogoscooper,Crowdsourcing von Martin Kunzelnick am 17. Mrz. 2008

Über das Blog von Steffen Büffel sind wir auf eine Umfrage aufmerksam geworden, die er gerade zusammen mit dem dem Institut für Wissensmedien in Tübingen durchführt: “Good Tags, Bad Tags“. Die Teilnahme empfehlen wir schon allein deshalb, weil auch blogoscoop ganz wesentlich auf das Tagging setzt.

Dazu können wir an dieser Stelle sagen: Mit schon fast 120 registrierten Blogs wird die Tag Cloud auf blogoscoop immer größer und jetzt kommen langsam auch die ersten Häufungen zustande die zeigen, wie blogoscoop einmal funktionieren soll. Ein Beispiel ist das Tag “Musik”, zu dem sich immerhin schon 8 Blogs finden, die man sich in verschiedenen Rankings anzeigen lassen kann. Es geht also in die richtige Richtung!

Andererseits erleben wir auch das (typische) Phänomen, dass zum gleichen Begriff verschiedene Schreibweisen auftauchen: So finden wir das Tag “startup” einmal und das Tag “start-ups” dreimal. Daran könnte man gleich noch die Frage anschließen, ob die korrekte Schreibweise nicht eigentlich “startups” wäre (also ohne Bindestrich).

In diesem Sinne sind wir schon sehr gespannt darauf, ob die “blogoscooper” in solchen Fällen umtaggen werden und sich Einzelne oder Minderheiten einer sich bildenden Mehrheitsmeinung anschließen werden. Wir werden jedenfalls nicht redaktionell eingreifen, sondern vertrauen auf die “Wisdom of the crouds“. Oder denkt Ihr, dass wir uns da stärker einmischen müssen?

 

Bahnsteigkarte gefällig?

veröffentlicht in Allgemein,Wettbewerb von Matthias am 14. Mrz. 2008

Die Zeiten der Bahnsteigkarten sind lange vorbei. Für Blogger in Deutschland könnte aber etwas Ähnliches bald wieder eingeführt werden. Benedikt Köhler (Viralmythen) vertritt nämlich die Auffassung, wir bräuchten so etwas wie eine “Arbeitsgemeinschaft Blog- und Communityforschung” und vermisst grundlegende Informationen darüber, wie groß die deutschsprachige Blogosphäre eigentlich ist.

Auf uns wirkt das ein bisschen typisch deutsch, wo alles genau vermessen und ordentlich registriert wird. So wie die Bahnsteigkarte eben. Gewiss: An seiner Kritik ist schon was dran. Es gibt sehr viele Blogs und wie viele Leser sie genau haben, weiß keiner. Ebenso unbekannt ist, wer genau die Leser sind, welches Alter und welchen Bildungsgrad sie haben und wie sich das alles im Zeitablauf ändert. David Nelles (ethority blog) schließt sich dem an und folgert: “Der Forschungsbedarf ist nicht zu übersehen”.

Wirklich?

Der Wunsch nach Transparenz und Klarheit über die neuen medialen Verhältnisse ist verständlich. Aber er ist vermutlich illusorisch. In Zeiten von Meme-Trackern, Aggregatoren und Feed-Readern lässt sich kaum mehr eindeutig feststellen, wer was liest. Und die Communities werden dank Schnittstellen und Open-Initiativen tendenziell löchrig wie ein Schweizer Käse. Was gut für die User ist, muss ein Alptraum für die Forscher sein.

Vielleicht sollte man an die neuen Medien des Web 2.0 einfach auch nicht mit den Vorstellungen und Konzepten der alten Massenmedien herantreten. Dann braucht es auch keine Bahnsteigkarten mehr.

 
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