Alexa ändert sein Messverfahren, blogoscoop (natürlich) nicht
Alexa hat nach eigenen Aussagen sein Traffic-Messverfahren verbessert. Künftig werden nicht mehr nur die mit der Toolbar generierten Daten ausgewertet, sondern auch “weitere Quellen” (more sources) herangezogen, ohne dass diese jedoch näher erläutert werden.
Auf TechCrunch wird der Vorgang nur kurz, dafür aber mit kritischem Unterton erwähnt, während man auf ReadWriteWeb etwas mehr erfährt. Hierzulande hat sich zuletzt Tobias (WhatsYourPlace Blog) ausführlicher mit Alexa befasst (noch vor deren Umstellung auf das neue Verfahren).
Bei blogoscoop waren wir von Beginn an skeptisch, ob ein Dienst wie Alexa den Traffic von Blogs valide messen kann. Denn neben einigen wenigen sehr gut besuchten Blogs spielt in der Blogosphäre die Musik im Long Tail. Und da werden die Besucherzahlen schnell sehr dünn. Ob dafür der Stichprobencharakter der Toolbar (egal ob von Alexa oder einem Wettbewerber) ausreicht?
Bei Blogs kommt hinzu, dass etliche Leser die Artikel über Feed-Reader beziehen und so in den normalen Statistiken zum Traffic einer Seite gar nicht auftauchen. Dieses “Problem” wäre aber zu lösen und bei blogoscoop haben wir dafür auch etwas in der Schublade (= eine Idee, aber noch keine fertige Lösung).
Kritischer wird es mit Erfindungen wie BlogIt, das diese Woche von Six Apart vorgestellt wurde. Nachdem man im Prinzip bisher schon Blogartikel seiner Freunde innerhalb von Facebook lesen konnte (ohne dazu Facebook zu verlassen und das betreffende Blog zu öffnen), kann man mit BlogIt jetzt auch sein eigenes Blog aus Facebook heraus managen (und etwa Artikel schreiben). Blogs werden so allmählich in Social Networks hinein gezogen.
Zu hoffen bleibt, dass der auf Social Networks generierte Traffic eines Blogs irgendwie messbar bleibt. Ob man das bei Alexa im Auge hat und die Statistik-Abteilung von Facebook zu den “weiteren Quellen” zählt? Ich denke eher nicht…