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Blogging 1.0 oder 2.0?

veröffentlicht in Allgemein, blogoscooper von Matthias am 20. Mai. 2008

Betreibt Louis Gray Haarspalterei? Er unterscheidet zwischen Blogging 2.0 und Blogging 1.0. Die “Guten” sind diejenigen, die nicht nur Bloggen, sondern auch Twitter und friendfeed nutzen. Also immer auf der Höhe der Zeit sind. Alle anderen sind wohl nur noch Blogger zweiter Klasse?

Uns erstaunt die kühle Berechnung, mit der hier differenziert wird. Und wie toll man es allenthalben findet, wenn man “noise” produzieren kann. Robert Scoble bezeichnet sich selbst ganz offen als “noise junkie“. Da muss schon die Frage erlaubt sein, ob die kommerzielle Blogger-Elite Amerikas nicht dabei ist, etwas die Bodenhaftung zu verlieren. Die Kritik von Umair Haque jedenfalls lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

Und damit wir nicht missverstanden werden: Auch wir finden Twitter (Martin) und friendfeed (Matthias) gut. Aber wir finden auch, dass man deshalb keinen Keil in die Blogosphäre treiben sollte. Auf blogoscoop jedenfalls tun wir das nicht. Uns sind alle Blogger gleich willkommen.

 

4 Kommentare zu 'Blogging 1.0 oder 2.0?'

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  1. barbara sagte, am 20. 05. 2008

    es wäre wünschenswert, wenigstens in der Bloggerwelt die Hierarchien abzubauen.

  2. Christian sagte, am 20. 05. 2008

    Wenn man den Begriff “Blogging” rausnimmt und durch “Web” ersetzt, dann haben wir die Beschreibung dessen, was seit dem Aufkommen des Web2.0 passiert. Gab oder gibt es da nicht auch Keile? Über die Wortwahl kann man streiten, zugegeben, aber sonst?

    Mal abgesehen davon ist der Ansatz schon interessant. War vor kurzem noch das Blog die zentrale “Kommunikationszentrale”, geht die Entwicklung nun ganz klar in Richtung Dezentralität und damit weg von der eigenen Seite bzw. dem eigenen Blog. Das Blog ist nur noch ein Baustein neben vielen anderen.

    Irgendwer hat mal das Bloggen so beschrieben: der Lehrer steht vor der Klasse, redet; und ab und zu erfolgt eine Reaktion von den Schülern.

    Der Umgang mit den verschiedenen Kanälen wie eben auch Twitter führt von einer eher bilateralen Kommunikation in eine multilaterale. Insofern würde ich diesen Blogeintrag von Louis Gray gar nicht so abtun.

  3. Matthias sagte, am 20. 05. 2008

    @Barbara: Genau! Hierarchien sollte es in der Blogosphäre nicht geben.

    @Christian: Du hast schon recht, aber Louis Gray ist mir da eine Spur zu überheblich. Wir sollten ja auch daran denken, dass das Web 2.0 immer noch die Sache einer (kleinen) Minderheit ist. Die Mehrheit der Internetuser muss noch überzeugt werden und da helfen spitzfindige Differenzierungen nicht.

    So interessant die aktuellen Entwicklungen zweifellos sind, so sehr fürchte ich, dass sie bei Zeitgenossen mit weniger Affinität zum Web als kompliziert und undurchschaubar erscheinen.

  4. Christian sagte, am 21. 05. 2008

    Matthias, ich will ihn auch gar nicht verteidigen. Polarisieren ist wohl das letzte Instrument, um Web2.0 oder Blogging2.0 salonfähig zu machen.

    Aufpassen heißt es aber, wenn wir Web1.0-Teilnehmer vom Web2.0 überzeugen wollen. Nicht dass wir den selben Fehler machen…

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