Wie sieht die Alters- und Geschlechterverteilung deutschsprachiger Blogger aus?
Das sind zwei Fragen, die in der neuen Version von blogoscoop zumindest für die registrierten Mitglieder und die angemeldeten Blogs beantwortet werden können.
Im Bereich “Blogosphäre“ werden jetzt jeden Tag zusätzlich zu den anderen allgemeinen Statistiken zwei Tortendiagramme erstellt.
Das erste Diagramm zeigt die Altersverteilung aller Mitglieder, die zumindest ihr Geburtsjahr eingegeben haben.
Das Zweite zeigt, wie viele Mitglieder männlich oder weiblich sind - leider gibt es hier auch noch viele Mitglieder, die das in Ihren persönlichen Daten nicht angegeben haben.
Weder das Geburtsjahr noch das Geschlecht werden direkt angezeigt oder personenbezogen Ausgewertet. Beide Angaben werden lediglich statistisch und anonym verwendet.
Deswegen möchte ich alle Alpha-Tester bitten, Geburtsjahr und Geschlecht unter “Persönliches” zu ergänzen - vielen Dank!
Die neuen Statistiken sind natürlich nicht die einzigen Änderungen, die mit der neuen Version online gegangen sind - hier eine kleine Liste der Änderungen:
- Auf allen Seiten gibt es oben jetzt einen Link “Feedback“, mit dem man zu einer Feedback-Seite hier im Blog kommt, wo man einfach Kommentare abgeben kann.
- Das Geburtsdatum in den optionalen persönlichen Daten kann jetzt auch leer bleiben.
- Auf der Blogosphäre-Seite gibt es jetzt Links innerhalb der Seite, damit man zu einzelnen Diagrammen und zurück springen kann.
- Das Diagramm mit Anzahl der Blogs um die Zahl der Mitglieder erweitert.
- Probleme behoben, durch die die Shoutbox den Fokus von anderen Formularelementen entfernen konnte.
- Die Rubrik Labs eingerichtet, in dem später neue Ideen getestet werden können, bevor sie fest in blogoscoop integriert werden.
- Alle Grafiken bekommen jetzt die URL “www.blogoscoop.net” verpasst.
- Das Service-Programm, das jede Nacht läuft, um Grafiken zu erstellen wurde verbessert und erweitert, so dass zukünftig verschiedene Aufgaben zu unterschiedlichen Zeiten laufen können, z.B. können damit jetzt RSS-Feeds und Antworten öfters eingelesen werden.
- Verschiedene Texte wurden überarbeitet.
Blogging 1.0 oder 2.0?
Betreibt Louis Gray Haarspalterei? Er unterscheidet zwischen Blogging 2.0 und Blogging 1.0. Die “Guten” sind diejenigen, die nicht nur Bloggen, sondern auch Twitter und friendfeed nutzen. Also immer auf der Höhe der Zeit sind. Alle anderen sind wohl nur noch Blogger zweiter Klasse?
Uns erstaunt die kühle Berechnung, mit der hier differenziert wird. Und wie toll man es allenthalben findet, wenn man “noise” produzieren kann. Robert Scoble bezeichnet sich selbst ganz offen als “noise junkie“. Da muss schon die Frage erlaubt sein, ob die kommerzielle Blogger-Elite Amerikas nicht dabei ist, etwas die Bodenhaftung zu verlieren. Die Kritik von Umair Haque jedenfalls lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Und damit wir nicht missverstanden werden: Auch wir finden Twitter (Martin) und friendfeed (Matthias) gut. Aber wir finden auch, dass man deshalb keinen Keil in die Blogosphäre treiben sollte. Auf blogoscoop jedenfalls tun wir das nicht. Uns sind alle Blogger gleich willkommen.
Datenfreiheit
Mit der aktuellen Version von blogoscoop, die in der Nacht von Sonntag auf Montag online ging, haben wir eine eigene Seite zum Thema Datenmanagement eingeführt. Parallel dazu gibt jetzt auch eine erste Schnittstelle, mit der unsere Mitglieder ihre Daten aus blogoscoop heraus exportieren können.
Wir folgen damit dem Grundgedanken, dass die auf blogoscoop gesammelten und gespeicherten Daten in erster Linien den jeweiligen Mitgliedern gehören. Also geben wir Euch auch die Verfügungsgewalt darüber. Aktuell hält der Exportbereich ein erstes Set von Daten zum Download bereit, weitere werden im Lauf der Zeit folgen.
In diesem Sinne verfolgen wir auch mit, wie sich das DataPortability Project entwickelt. Sollten sich die in diesem Projekt entwickelten Standards durchsetzen, werden wir dem auf blogoscoop gerne folgen. Gut informiert und optimistisch zeigt sich dazu Christian Scholz (Mr. Topf).
Auf lange Sicht können wir vielleicht sogar so etwas wie eine Importfunktion anbieten, mit der neue Mitglieder die statistische Historie ihres Blogs aus anderen Quellen einführen können (ein bisschen träumen wird man ja dürfen). Daten zum Personenprofil wird man aber schon bald über OpenID mitbringen können. Dazu müssen wir nur aus dem Alpha-Modus in den öffentlichen Beta-Status übergehen. Und das kommt irgendwann in naher Zukunft.
Alarm auf blogoscoop: Uns fehlen noch Tags!
Leute, so geht das nicht. Da entwickeln wir die ultimative Blog-Ranking-Maschine und ihr tut Euch schwer mit dem Tagging? Eine Chance geben wir Euch noch: Schaut Euch Justine an - sie hat es echt drauf:
Gefunden im Blog von Don Crowley (The BFF). Und nix für ungut…
Tags und Tagging - die hohe Kunst im Web 2.0
Über das Blog von Steffen Büffel sind wir auf eine Umfrage aufmerksam geworden, die er gerade zusammen mit dem dem Institut für Wissensmedien in Tübingen durchführt: “Good Tags, Bad Tags“. Die Teilnahme empfehlen wir schon allein deshalb, weil auch blogoscoop ganz wesentlich auf das Tagging setzt.
Dazu können wir an dieser Stelle sagen: Mit schon fast 120 registrierten Blogs wird die Tag Cloud auf blogoscoop immer größer und jetzt kommen langsam auch die ersten Häufungen zustande die zeigen, wie blogoscoop einmal funktionieren soll. Ein Beispiel ist das Tag “Musik”, zu dem sich immerhin schon 8 Blogs finden, die man sich in verschiedenen Rankings anzeigen lassen kann. Es geht also in die richtige Richtung!
Andererseits erleben wir auch das (typische) Phänomen, dass zum gleichen Begriff verschiedene Schreibweisen auftauchen: So finden wir das Tag “startup” einmal und das Tag “start-ups” dreimal. Daran könnte man gleich noch die Frage anschließen, ob die korrekte Schreibweise nicht eigentlich “startups” wäre (also ohne Bindestrich).
In diesem Sinne sind wir schon sehr gespannt darauf, ob die “blogoscooper” in solchen Fällen umtaggen werden und sich Einzelne oder Minderheiten einer sich bildenden Mehrheitsmeinung anschließen werden. Wir werden jedenfalls nicht redaktionell eingreifen, sondern vertrauen auf die “Wisdom of the crouds“. Oder denkt Ihr, dass wir uns da stärker einmischen müssen?
