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Befragung zu privater Weblog–Nutzung

veröffentlicht in studie von Martin Kunzelnick am 15. Jun. 2009

Per E-Mail habe ich von einer Befragung zum Thema Blogs erfahren, bei der ich gerne mitgemacht habe:

Befragung zu privater Weblog–Nutzung  

In der Befragung geht es nur um private Blogs, Firmenblogs usw. die schon in einigen anderen Studien untersucht wurden, werden hier nicht beachtet. Es geht vor allem darum, welche Rolle das private Blog im alltäglichen Leben spielt und das Ausfüllen dauert nur ein paar Minuten.

Durchgeführt wird die Befragung von Studenten der Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin. Ziel ist es, private Blogs als neues und interessantes Medium weiter zu erforschen. Die Umfrage erforscht speziell einen möglichen Zusammenhang zwischen Internetnutzung und Freizeitverhalten von Bloggern.

Die Umfrage dient rein wissenschaftlichen Zwecken, es gibt keinen Auftraggeber aus der Wirtschaft, an den Ergebnisse weitergeleitet werden. Die Studenten interessieren sich hauptsächlich für das Thema, weil sie auch selbst Blogger sind.

Die Beantwortung des Fragebogens ist noch bis zum 20.6.2009 möglich. Bis Ende September wird dann zu den Ergebnissen ein Forschungsbericht erstellt, den ich euch auch hier gerne vorstellen möchte, sobald er fertiggestellt ist.

Also bitte helft mit, damit die Umfrage möglichst aussagekräftig wird! Vielen Dank :)

 

WordPress, das Internet in Deiner Vorstellung und Auslesen fremder Daten im Web

veröffentlicht in Blogosphäre von Martin Kunzelnick am 8. Jun. 2009
  • Blog-Parade: Wieso liest Du Blogs?
    Ich finde ja die Frage ist eher, warum liest jemand noch keine Blogs, wo es doch inzwischen zu jedem Thema interessante Blogs gibt und sei die Niesche auch noch so klein ;)
  • WordPress wird 6 Jahre alt
    Hui, schon 6 Jahre gibt es WordPress, merkt man aber auch an der ausgereiften Software.
  • Wieder die Ideologen des Internets Noch darf man ja im Internet unterschiedlicher Meinung sein. Hier ein Journalist, der für Filter im Internet ist. Ich kann mich der Ansicht, dass das Internet bis jetzt ein Rechtsfreier Raum sei nicht anschließen, aber jedem seine Meinung ;)
  • The Internet Mapping Project
    Interessante Frage eigentlich, die Kevin Kelly in seinem Blog gestellt hat: Wie stellst Du Dir das Internet vor? Heraus gekommen sind viele unterschiedliche und interessante Zeichnungen auf flickr
    via jvm
  • WordPress 2.8 RC ist da
    Wenn alles klappt, kommt das neue WordPress wie geplant in 2 Tagen
  • Wann ist das Auslesen und die Veröffentlichung fremder Daten zulässig?
    Diese Frage ist besonders für Blogger, die Ihre Inhalte meist auch per RSS-Feed veröffentlichen interessant. Die Antwort gibt der Web2.0-Rechtsexperte Dr. Carsten Ulbricht in seinem Blog rechtzweinull.
  • Bandblogs
    War nicht mal myspace die Plattform für Musiker? Ich finde ja ein eigenes Blog für die Fans kann bestimmt nicht schaden ;) Bei den blogpiloten gab es vor kurzem auch mal ein paar Empfehlungen zu Blogs von Musikern. Bei blogoscoop gibt es zum Stichwort “band” bisher nur etwas über 10 Treffer, vielleicht kenn Ihr ja gute Band-Blogs? Dann ladet sie doch mal zu blogoscoop ein :)
 
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Blogs und Links sowie Trauriges

veröffentlicht in Blogosphäre von Martin Kunzelnick am 27. Apr. 2009
 

Internetzensur? Internetsperren? Was ist da los?

veröffentlicht in Blogosphäre von Jan Tißler am 20. Apr. 2009

Am Freitag haben die fünf größten Internetprovider Deutschland einen Vertrag mit dem Bundeskriminalamt (BKA) unterzeichnet und damit ihre Bereitschaft signalisiert, eine durch das BKA geführte Sperrliste umzusetzen. Der Zugang zu den darin aufgeführten Seiten soll künftig erschwert werden. Familienministerin Ursula von der Leyen will darüber in Zukunft Seiten mit Kinderpornographie sperren. Experten hingegen halten das Mittel für untauglich und sogar gefährlich. Selbst manche von Kindesmissbrauch Betroffene lehnen die geplante Netzzensur ab. Aber warum eigentlich? Worum geht es bei alldem? Und warum sollte sich jeder Internetnutzer dafür interessieren?

Das Erschreckende ist, dass die Bundesfamilienministerin alle Expertenmeinungen in den Wind schlägt. Mit hoher Geschwindigkeit und großer Energie wird stattdessen der Grundstein für ein zensiertes Internet in Deutschland gelegt. Das Bundeskriminalamt wird eine geheime Liste mit solchen Seiten führen, die für deutsche Internetbenutzer nicht mehr erreichbar sein sollen. Als Argument muss die Kinderpornographie herhalten. Sie gelte es zu bekämpfen. Fachleute allerdings widersprechen der Darstellung, dass es einen kommerziellen Handel mit solchem Material im Internet gebe. Das Internet sei heute schon so überwacht, dass die entsprechenden Personen überwiegend auf Handy und die klassische Post ausgewichen sind.

Zudem wird offenbar von einem anderen Mittel kaum Gebrauch gemacht: Den Betrieb entsprechender Angebote zu unterbinden. Schaut man sich Sperrlisten anderer Länder an, sind erschreckend oft Server aus Deutschland darauf zu finden. Die Mehrheit der weiteren Server steht offenbar in mit uns befreundeten Ländern, die ebenfalls handeln könnten. Das aber unterbleibt. Warum? Die Frage bleibt unbeantwortet.

Die nun geplanten Sperren sind nun wiederum in mehrfacher Hinsicht unsinnig bis gefährlich. Sie hindern nur den Durchschnitts-Internetnutzer wirklich an einem Besuch der Seite. Wer sich mit dem Internet auskennt (oder entsprechend motiviert ist, sich darüber zu informieren) wird sie umgehen. Es ist zu erwarten, dass daraufhin die Sperrmaßnahmen ausgeweitet werden. Woraufhin wieder jemand einen Weg findet, die Sperren zu umgehen. Woraufhin die Maßnahmen verschärft werden. Man muss also damit rechnen, dass diese Spirale zu immer mehr Einschränkungen unserer grundgesetzlich verbrieften Informationsfreiheit führt. Zudem wäre es naiv anzunehmen, dass es bei Kinderpornographie bleibt. Urheberrechtsverstöße (beispielsweise “The Pirate Bay” und ähnliche Angebote) sind die nächsten Kandidaten. Unbequeme Informationen aller Art – ob nun für Politik, Wirtschaft oder andere Institutionen – sind in der Folge ebenso gefährdet. Begründen lässt sich das alles wunderbar. Schließlich geht es nur um unsere Sicherheit, nicht wahr?

Sind die Sperren einmal eingeführt, sind weiteren Zensurmaßnahmen Tür und Tor geöffnet. “Selbstmord aus Angst vor dem Tod” hat das mal jemand sehr treffend beschrieben. Sprich: Wir sind seit Jahren dabei, Freiheit abzuschaffen – mit der Begründung, unsere Freiheit zu beschützen. Das Internet ist ein wunderbares Instrument der Informationsbeschaffung und der Verbreitung von Wissen, Meinungen und Werken. Ich bin mir sicher: Die “Mütter und Väter des Grundgesetzes” wären nach den Erlebnissen ihres Lebens begeistert vom Internet gewesen. Es ist ein zutiefst demokratisches Medium. Und wenn wir tatsächlich in einem demokratischen Rechtsstaat leben, sollten wir diesen Ort der Demokratie wohl aushalten.

Wenn ich mir Frau von der Leyen ansehe, habe ich da allerdings meine Zweifel. Und über unseren Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble brauche ich wohl kein weiteres Wort zu verlieren. Jubeln dürften alle, denen das Internet ein Dorn im Auge ist. Anstatt dieses Medium zu zensieren, sollten Straftäter entdeckt und verfolgt werden. Die Internetzensur jedenfalls versperrt vielleicht den Blick, ändert aber nichts an dem, was passiert.

Links zum Thema

 

Alles für den Blogger

veröffentlicht in Blogosphäre von Martin Kunzelnick am 14. Apr. 2009
 
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